Aktuelle Informationen

 

 

 


 

Angeschoben durch Corona gibt es Veränderungen in jedem Bereich unserer Gesellschaft. Gemeinsam engagieren wir uns, um Bildung für unsere Kinder und die aller folgenden Generationen zukunftsfähig zu gestalten und negativen Entwicklungen entgegen zu wirken. Wir solidarisieren uns mit den Personen, die unmittelbar angegriffen wurden und zeigen so aktiv Haltung im Interesse der Schulen sowie jedes Einzelnen.

Pressemitteilung
Solidarisierung gegen Hass, Beleidigungen, Drohungen

Wir beobachten mit großer Sorge, wie sich die Stimmung und die Kommunikation in den 
sozialen Netzwerken, aber auch die alltäglichen Umgangsformen miteinander in unserer Gesellschaft in dieser Pandemiezeit verändern. Dabei richten sich aggressive Angriffe, Beleidigungen sowie Drohungen immer häufiger gegen einzelne Lehrkräfte, Schulleitungen, Eltern, selbst Schülerinnen und Schüler sowie andere an Schule beteiligte Personen. Die Zeichner dieser Erklärung sind nicht immer einer Meinung, diskutieren miteinander auch manchmal hart, aber immer hart an der Sache. Gleich wie angespannt die Situation ist, gibt es moralische Grenzen: Übergriffe durch Beleidigungen, Drohungen und Sachbeschädigungen sind nicht hinnehmbar!

Steffen P. Walther
Vorsitzender
Landesbildungsrat Sachsen 

Joanna Kesicka
Vorsitzende

LandesSchülerRat Sachsen

Katrin Mulcahy
Vorsitzende
Lehrerhauptpersonalrat im Sächsischen Staatsministerium für Kultus



Sächsischer Lehrerverband

Dirk Baumbach
1. Vorsitzender
Lehrerverband Berufliche Schulen Sachsen e.V.

Dr. Siegfried Kost

Vorsitzender
Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände freier Schulträger in Sachsen
Heike Ronneberger
Stellvertretende Vorsitzende
Landesbildungsrat Sachsen



LandesElternRat Sachsen

Michael Ufert
Vorsitzender
Sächsischer Schulleitungsverband

Ute Schnabel
Vorsitzende Landesverband Sachsen
Verband Sonderpädagogik e.V.

Uschi Kruse
Landesvorsitzende
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Sachsen






PRESSEINFORMATION des LandesBildungsRat Sachsen 20.03.2021

Neuer Landesbildungsrat Sachsen konstituiert sich erstmals online

Für die neue Amtszeit des Landesbildungsrates vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2023 fand am 15. März 2021 online die konstituierende Sitzung statt. Die Mitglieder des Landesbildungsrates wählten Herrn Steffen P. Walther zum Vorsitzenden, der im LBR als Vertreter des LandesElternRates Bereich Förderschulen berufen wurde. Nach drei Amtszeiten als stellvertretender Vorsitzender tritt er die Nachfolge von Herrn Prof. Dr. Ungerer an, der nach 18 Jahren Mitwirkung im LBR und fünf Amtszeiten als Vorsitzender aus dem Gremium verabschiedet wurde. Zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Frau Heike Ronneberger gewählt. Sie ist zum zweiten Mal in den LBR berufen und vertritt für den LandesElternRat den Bereich Gymnasien.

Kultusminister Christian Piwarz würdigte zu dieser konstituierenden Sitzung den Landesbildungsrat als ein unabhängiges Beratungsgremium mit einem sehr hohen Sachverstand. Er sei wichtiger Teil der anerkannten Qualität des sächsischen Schulwesens.

Informationen zum Landesbildungsrat:

Der Landesbildungsrat ist im Sächsischen Schulgesetz verankert. Er berät das Staatsministerium für Kultus bei Angelegenheiten von grundlegender Bedeutung für die Gestaltung des sächsischen Bildungswesens (Beratungsfunktion). Ferner ist er vor Erlass von Rechtsverordnungen des Kultusministeriums und zu Gesetzesentwürfen der Staatsregierung zum Schulwesen zu konsultieren (Anhörungsrecht). Er ist berechtigt, dem Kultusministerium Vorschläge und Anregungen zu unterbreiten (Vorschlagsrecht). Dem Landesbildungsrat gehören Vertreterinnen und Vertreter von schulspezifischen Einrichtungen und Organisationen an. Damit integriert er alle Akteure des sächsischen Schulwesens und ist in dieser Vielfalt ein Gremium von hoher Professionalität und Kompetenz. Im Landesbildungsrat arbeiten alle Mitglieder ehrenamtlich.

Weitere Informationen zum LBR: https://www.landesbildungsrat.sachsen.de

12,5 Millionen Euro für landesweite Digitalprojekte

Nachdem Sachsen als erstes Flächenland eine Förderrichtlinie zur digitalen Ausstattung von Schulen vorgelegt hatte, kommt jetzt der zweite Schritt: Die Finanzierung von regionalen und landesweiten Digitalprojekten. Eine dazu notwendige Verwaltungsvorschrift hat heute das Kabinett passiert. „Damit kann die Digitalisierung des sächsischen Schulwesens auf schulübergreifender Ebene weiter voranschreiten“, so Kultusminister Christian Piwarz.

Die Mittel stammen aus dem Digitalpakt Schule. Insgesamt stehen Sachsen aus dem Digitalpakt rund 250 Millionen Euro bis 2024 zur Verfügung. Mit der Verwaltungsvorschrift können regionale und landesweite Digitalprojekte nun mit 12,5 Millionen Euro finanziert werden. Dazu gehören zum Beispiel digitale Lehr- und Lernplattformen, Cloud-Angebote, Apps oder Kommunikations- und Arbeitsplattformen, die Ausstattung von Lehrerbildungseinrichtungen sowie die Wartung und Administration von digitalen Infrastrukturen im Zuständigkeitsbereich der Schulträger. Aus den Mitteln werden sowohl landeseigene Projekte finanziert, als auch Vorhaben von öffentlichen und freien Schulträger gefördert. Antragsberechtigt sind demnach das Land sowie Schulträger. Der Regelfördersatz beträgt in diesem Falle 90 Prozent.

Förderschulen bleiben unverzichtbar

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz hat sich deutlich zu den Förderschulen bekannt. „Als Kompetenzzentren sind Förderschulen nicht nur für Förderschüler, sondern auch für die sonderpädagogische Begleitung und Beratung von inklusiv unterrichteten Schülern an Regelschulen sowie für die sonderpädagogische Diagnostik unverzichtbar. Es war im Übrigen nie Ziel der UN-Behindertenrechtskonvention, das in Deutschland hochentwickelte Förderschulsystem aufzulösen, wie es einige Bundesländer getan haben. Sachsen tut gut daran, die bewährten Förderschulen als Orte ausgewiesener sonderpädagogischer Kompetenz zu stärken, weil Schüler und Eltern darauf ein Recht haben“, so der Kultusminister.

Mit einer Imagekampagne und berufsbegleitenden Qualifizierungsmaßnahmen will Sachsen einerseits die Förderschulen und andererseits die Inklusion an Regelschulen stärken. So werden neben berufsbegleitenden Weiterbildungen für die Förderschwerpunkte „Sehen“ und „Hören“ ab dem kommenden Wintersemester auch entsprechende Weiterbildungsgänge für die  Förderschwerpunkte Lernen, emotional-soziale Entwicklung, geistige Entwicklung und Sprache beginnen. „Das ist wichtig, weil wir allein über die Absolventen des grundständigen Studiums der Sonderpädagogik in Leipzig die regionalen Bedarfe nicht abdecken können“, so Kultusminister Christian Piwarz.

Aber auch pädagogischen Fachkräften an Schulen im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung soll die Möglichkeit angeboten werden, sich zu Fachlehrerinnen und -lehrern zu qualifizieren. Dazu startet mit diesem Schuljahr 2019/2020 eine auf 12 Monate angelegte berufsbegleitende Qualifizierung, an der 25 pädagogische Fachkräfte teilnehmen werden. „Ich gehe davon aus, dass dieses Angebot zur Qualifizierung, das nach einem erfolgreichen Abschluss nicht nur einen eigenständigen Einsatz als Lehrer ermöglicht, sondern auch mit einer Höhergruppierung verbunden ist, Bestand haben wird. Unser Ziel ist, solche Kurse auch in den darauffolgenden Jahren anzubieten“, so Piwarz.
Neu ist auch, dass es an den gut 60 Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen künftig mindestens eine Assistenzkraft geben soll: entweder einen Inklusionsassistenten oder einen Assistenten aus dem Programm Schulassistenz. Diese systematische Ausstattung der Schulen ist geboten, weil in diesen Schulen zunehmend Schüler mit komplexen Problemlagen und Verhaltensauffälligkeiten unterrichtet werden.

Um in den nächsten Jahren parallel die Inklusion an Regelschulen zu stärken, werden insgesamt 63 Kooperationsverbünde in allen Regionen etabliert. Die ersten zehn Verbünde werden bis zum Ende des Kalenderjahres ihre Arbeit aufnehmen. Ziel der Kooperationsverbünde ist es, die sonderpädagogische Förderung und den inklusiven Unterricht an Regelschulen mit zumutbaren Schulwegen zu sichern.

Alle allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in öffentlicher Trägerschaft sollen sich zu Kooperationsverbünden zusammenschließen. Perspektivisch werden auch Kitas einbezogen. Schulen in freier Trägerschaft können sich ebenfalls daran beteiligen. Partner sind dabei nicht nur die Schulen, sondern auch Schulträger sowie die Träger der Jugend- und Sozialhilfe und der Schülerbeförderung. Durch die Zusammenarbeit sollen die Übergänge in der Bildungslaufbahn von Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf erleichtert werden.

In Sachsen gab es im Schuljahr 2018/2019 an den 155 öffentlichen und freien Förderschulen rund 29.000 Schülerinnen und Schüler mit Behinderung beziehungsweise sonderpädagogischem Förderbedarf. Davon besuchten etwa 19.000 Schülerinnen und Schüler Förderschulen, weitere 10.000 wurden an Regelschulen inklusiv unterrichtet. Der Anteil der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die inklusiv an Regelschulen unterrichtet werden, beträgt somit im Durchschnitt knapp 35 Prozent. In einigen Förderschwerpunkten (körperliche und motorische Entwicklung, emotionale und soziale Entwicklung, Sprache) sind es deutlich mehr. So werden drei Viertel (75,0 %) der Schüler im Förderschwerpunkt emotional-soziale Entwicklung in Sachsen inklusiv unterrichtet. Im Bundesdurchschnitt ist dies nur die Hälfte der Schüler (54,5 %). In allen Förderschwerpunkten liegt die Anzahl der inklusiv unterrichteten Schüler über dem Bundesdurchschnitt. Eine Ausnahme bildet die lernzieldifferente Unterrichtung in den Förderschwerpunkten Lernen und geistige Entwicklung. Dort sind die Bundeszahlen wesentlich höher (Lernen: Sachsen 6,7 %, Bund  50,8 % Geistige Entwicklung: Sachsen 3,4%, Bund: 12,8%). Die inklusive Unterrichtung kann dort gut gelingen. Jedoch hat der Schulversuch ERINA auch gezeigt, dass hier besondere Bedingungen notwendig sind und die Gefahr der Vereinzelung besteht durch die fehlende Peer Group.

Medienbildung von Jung bis Alt

Online-Portal und Koordinierungsstelle für außerschulische Medienbildung

„Zur besseren Medienbildung von Jung bis Alt hat Sachsen eine neue Koordinierungsstelle und ein Online-Portal für außerschulische Medienbildung eingerichtet“, teilte heute Kultusminister Christian Piwarz mit. Hier erhalten Bürger Unterstützung bei den Herausforderungen der digitalen Welt. Direkte Ansprechpartner und jede Menge Bildungsangebote sind ab sofort auf dem Online-Portal zu finden. Auch der fachliche Austausch und die Vernetzung der bereits bestehenden Angebote zählen neben der Beratung zu den Aufgaben der Koordinierungsstelle. „Die Digitalisierung des Alltags ist ein Teamsport. Wir müssen unsere Bürger mitnehmen und sie fit machen, damit keiner auf der Strecke bleibt, wenn es um bargeldloses Bezahlen, smarte Haushaltsgeräte, E-Paper Zeitungen oder die zunehmende papierlose Kommunikation geht. Die Kenntnisse zu neuen Medien sind unverzichtbar für eine gesellschaftliche Teilhabe“, machte Kultusminister Christian Piwarz deutlich.

Beide Maßnahmen sind Bestandteil der vom sächsischen Kabinett (am 3. Juli 2019) verabschiedeten Landesstrategie zur Förderung „Medienbildung in Sachsen“ (MESA). Die Strategie weist auf die Bedeutung des Lernens außerhalb der Schule hin, stärkt darüber hinaus die schulische Bildung, sensibilisiert die Menschen für neuartige Lehr- und Lernszenarien und befähigt zum souveränen Umgang mit neuen Medien.

Gemeinsam mit externen Akteuren hat das Sächsische Staatsministerium für Kultus die Landesstrategie erarbeitet. Dazu wurden Vertreter der verschiedenen Zielgruppen wie Lehrer, Erzieher, Erwachsenenbildner, Eltern und Schüler sowie die Kommunen, Wissenschaft und Wirtschaft beteiligt. Steffen P. Walther, Mitglied des Vorstandes des Kreiselternrates Zwickau, war maßgeblich in seiner Funktion als stellv. Vorsitzender des Landesbildungsrates Sachsen an der Erarbeitung der Landesstrategie beteiligt. Um zielgerichtet, kreativ und sicher mit Medien umzugehen, werden in der MESA strategische Ziele formuliert, die dafür zu erreichen sind. Sie zeigt auf, was in den Bildungsbereichen noch unternommen werden muss, wie zum Beispiel die Förderung der pädagogischen Fachkräfte, die Erweiterung von Angeboten im ländlichen Raum sowie die Bedeutung der Familienbildung im Rahmen der Digitalisierung. So sollen in den nächsten Jahren sowohl die Kleinsten als auch die Ältesten fit für den Umgang mit Medien gemacht werden.


Kontaktdaten Koordinierungsstelle:
Frau Janet Torres Lupp (Projektleiterin)
Hauptstraße 36
01097 Dresden

Emailadresse: info@ksm-sachsen.de

Online-Portal: www.medienbildung.sachsen.de

„Orientierungshilfe zur grundlegenden Digitalinfrastruktur an Schulen 2019-2021" &  „Empfehlung zur Entwicklung von schulischen Medienbildungskonzepte" sowie weitere Materialien wie die Förderrichtlinie Digitale Schulen gibt es unter www.medienbildung.sachsen.de und www.digitalpakt.sachsen.de.

 

 

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