Aktuelle Informationen

 

 

 


 

„Orientierungshilfe zur grundlegenden Digitalinfrastruktur an Schulen 2019-2021" &  „Empfehlung zur Entwicklung von schulischen Medienbildungskonzepte" sowie weitere Materialien wie die Förderrichtlinie Digitale Schulen gibt es unter www.medienbildung.sachsen.de und www.digitalpakt.sachsen.de.

14 Schüler aus Sachsen beim Bundesfinale der Internationalen JuniorScience Olympiade

Vierzehn Schüler aus Sachsen haben sich für das Bundesfinale der Internationalen JuniorScienceOlympiade (IJSO) vom 16. bis 20. September in Hannover qualifiziert. Die 12 Jungen und die beiden Mädchen kommen aus dem Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium in Dresden und der Wilhelm-Ostwald-Schule in Leipzig. In diesem Jahr haben insgesamt 39 Jugendliche aus neun Bundesländern den Sprung ins Bundesfinale geschafft. Die sechs Besten von ihnen werden dann Deutschland bei der internationalen Olympiade, die im Dezember in Katar stattfindet, vertreten.  
Die IJSO ist ein bundesweit ausgeschriebener Schülerwettbewerb in vier Runden. An der ersten Runde kann sich jeder ohne große Einstiegshürden beteiligen und zu Hause experimentelle und theoretische Aufgaben lösen, die Naturwissenschaften erlebbar machen. Teilnehmen können Schüler allgemeinbildender und beruflicher Schulen, die im Wettbewerbsjahr 15 Jahre alt oder jünger sind. Die Aufgaben für die erste Runde werden jeweils bis November an die weiterführenden Schulen verteilt.
Mehr Informationen unter: www.ijso.info

12,5 Millionen Euro für landesweite Digitalprojekte

Nachdem Sachsen als erstes Flächenland eine Förderrichtlinie zur digitalen Ausstattung von Schulen vorgelegt hatte, kommt jetzt der zweite Schritt: Die Finanzierung von regionalen und landesweiten Digitalprojekten. Eine dazu notwendige Verwaltungsvorschrift hat heute das Kabinett passiert. „Damit kann die Digitalisierung des sächsischen Schulwesens auf schulübergreifender Ebene weiter voranschreiten“, so Kultusminister Christian Piwarz.

Die Mittel stammen aus dem Digitalpakt Schule. Insgesamt stehen Sachsen aus dem Digitalpakt rund 250 Millionen Euro bis 2024 zur Verfügung. Mit der Verwaltungsvorschrift können regionale und landesweite Digitalprojekte nun mit 12,5 Millionen Euro finanziert werden. Dazu gehören zum Beispiel digitale Lehr- und Lernplattformen, Cloud-Angebote, Apps oder Kommunikations- und Arbeitsplattformen, die Ausstattung von Lehrerbildungseinrichtungen sowie die Wartung und Administration von digitalen Infrastrukturen im Zuständigkeitsbereich der Schulträger. Aus den Mitteln werden sowohl landeseigene Projekte finanziert, als auch Vorhaben von öffentlichen und freien Schulträger gefördert. Antragsberechtigt sind demnach das Land sowie Schulträger. Der Regelfördersatz beträgt in diesem Falle 90 Prozent.

Förderschulen bleiben unverzichtbar

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz hat sich deutlich zu den Förderschulen bekannt. „Als Kompetenzzentren sind Förderschulen nicht nur für Förderschüler, sondern auch für die sonderpädagogische Begleitung und Beratung von inklusiv unterrichteten Schülern an Regelschulen sowie für die sonderpädagogische Diagnostik unverzichtbar. Es war im Übrigen nie Ziel der UN-Behindertenrechtskonvention, das in Deutschland hochentwickelte Förderschulsystem aufzulösen, wie es einige Bundesländer getan haben. Sachsen tut gut daran, die bewährten Förderschulen als Orte ausgewiesener sonderpädagogischer Kompetenz zu stärken, weil Schüler und Eltern darauf ein Recht haben“, so der Kultusminister.

Mit einer Imagekampagne und berufsbegleitenden Qualifizierungsmaßnahmen will Sachsen einerseits die Förderschulen und andererseits die Inklusion an Regelschulen stärken. So werden neben berufsbegleitenden Weiterbildungen für die Förderschwerpunkte „Sehen“ und „Hören“ ab dem kommenden Wintersemester auch entsprechende Weiterbildungsgänge für die  Förderschwerpunkte Lernen, emotional-soziale Entwicklung, geistige Entwicklung und Sprache beginnen. „Das ist wichtig, weil wir allein über die Absolventen des grundständigen Studiums der Sonderpädagogik in Leipzig die regionalen Bedarfe nicht abdecken können“, so Kultusminister Christian Piwarz.

Aber auch pädagogischen Fachkräften an Schulen im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung soll die Möglichkeit angeboten werden, sich zu Fachlehrerinnen und -lehrern zu qualifizieren. Dazu startet mit diesem Schuljahr 2019/2020 eine auf 12 Monate angelegte berufsbegleitende Qualifizierung, an der 25 pädagogische Fachkräfte teilnehmen werden. „Ich gehe davon aus, dass dieses Angebot zur Qualifizierung, das nach einem erfolgreichen Abschluss nicht nur einen eigenständigen Einsatz als Lehrer ermöglicht, sondern auch mit einer Höhergruppierung verbunden ist, Bestand haben wird. Unser Ziel ist, solche Kurse auch in den darauffolgenden Jahren anzubieten“, so Piwarz.
Neu ist auch, dass es an den gut 60 Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen künftig mindestens eine Assistenzkraft geben soll: entweder einen Inklusionsassistenten oder einen Assistenten aus dem Programm Schulassistenz. Diese systematische Ausstattung der Schulen ist geboten, weil in diesen Schulen zunehmend Schüler mit komplexen Problemlagen und Verhaltensauffälligkeiten unterrichtet werden.

Um in den nächsten Jahren parallel die Inklusion an Regelschulen zu stärken, werden insgesamt 63 Kooperationsverbünde in allen Regionen etabliert. Die ersten zehn Verbünde werden bis zum Ende des Kalenderjahres ihre Arbeit aufnehmen. Ziel der Kooperationsverbünde ist es, die sonderpädagogische Förderung und den inklusiven Unterricht an Regelschulen mit zumutbaren Schulwegen zu sichern.

Alle allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in öffentlicher Trägerschaft sollen sich zu Kooperationsverbünden zusammenschließen. Perspektivisch werden auch Kitas einbezogen. Schulen in freier Trägerschaft können sich ebenfalls daran beteiligen. Partner sind dabei nicht nur die Schulen, sondern auch Schulträger sowie die Träger der Jugend- und Sozialhilfe und der Schülerbeförderung. Durch die Zusammenarbeit sollen die Übergänge in der Bildungslaufbahn von Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf erleichtert werden.

In Sachsen gab es im Schuljahr 2018/2019 an den 155 öffentlichen und freien Förderschulen rund 29.000 Schülerinnen und Schüler mit Behinderung beziehungsweise sonderpädagogischem Förderbedarf. Davon besuchten etwa 19.000 Schülerinnen und Schüler Förderschulen, weitere 10.000 wurden an Regelschulen inklusiv unterrichtet. Der Anteil der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die inklusiv an Regelschulen unterrichtet werden, beträgt somit im Durchschnitt knapp 35 Prozent. In einigen Förderschwerpunkten (körperliche und motorische Entwicklung, emotionale und soziale Entwicklung, Sprache) sind es deutlich mehr. So werden drei Viertel (75,0 %) der Schüler im Förderschwerpunkt emotional-soziale Entwicklung in Sachsen inklusiv unterrichtet. Im Bundesdurchschnitt ist dies nur die Hälfte der Schüler (54,5 %). In allen Förderschwerpunkten liegt die Anzahl der inklusiv unterrichteten Schüler über dem Bundesdurchschnitt. Eine Ausnahme bildet die lernzieldifferente Unterrichtung in den Förderschwerpunkten Lernen und geistige Entwicklung. Dort sind die Bundeszahlen wesentlich höher (Lernen: Sachsen 6,7 %, Bund  50,8 % Geistige Entwicklung: Sachsen 3,4%, Bund: 12,8%). Die inklusive Unterrichtung kann dort gut gelingen. Jedoch hat der Schulversuch ERINA auch gezeigt, dass hier besondere Bedingungen notwendig sind und die Gefahr der Vereinzelung besteht durch die fehlende Peer Group.

Schuljahr startet mit einigen Neuerungen


Mit mehr Schülern und Schulen, überarbeiteten Stundentafeln und Lehrplänen sowie hunderter neuer Lehrkräfte startet in Sachsen das neue Schuljahr. Die Zahl der Lehrereinstellungen ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. „Wir sehen Licht am Ende des Tunnels und das Licht wird heller. Dennoch wird das Schuljahr uns Anstrengungen abverlangen. Aber wir werden diese meistern“, kommentierte Sachsens Kultusminister Christian Piwarz das Ergebnis.

Ende April lagen 1223 Bewerbungen von grundständig ausgebildeten Lehrkräften vor. Um möglichst viele der ausgebildeten Lehrkräfte binden zu können, hatte sich das Kultusministerium zum Ziel gesetzt, 1100 Stellen zu besetzen. So erhielten alle ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer ein Stellenangebot. 958 Personen haben das Angebot bislang angenommen. „Das ist eine erfreulich hohe Bindungsquote“, wertete Piwarz das Ergebnis.

Ausgedrückt in Stellen bedeutet das: Mit Stand 14. August waren 916 der ausgeschriebenen 1100 Stellen besetzt. Die meisten Einstellungen gab es für Grundschulen (326) und Gymnasien (211), gefolgt von Oberschulen (175), Förderschulen (130) und Berufsbildenden Schulen (74). In manchen Regionen und Schularten sind mehr Lehrer eingestellt worden als geplant. Das gilt bei der Schulart Grundschule für die Regionen Dresden und Leipzig. Gymnasiallehrkräfte sind in allen Regionen Sachsens zum Teil deutlich zahlreicher eingestellt worden als geplant. Im vergangenen Jahr konnten vor Start des Schuljahres lediglich 870 der 1100 ausgeschriebenen Lehrerstellen besetzt werden.

Zu den diesjährigen Neueinstellungen von grundständig ausgebildeten Lehrkräften kommen noch 198 Stellen hinzu, die mit Seiteneinsteigern besetzt wurden. Diese Seiteneinsteiger befanden sich seit dem 1. Mai in der Einstiegsqualifizierung und fangen nun an zu unterrichten. In der Summe wurden demnach rund 1114 Stellen neu besetzt. Der Seiteneinsteigeranteil beträgt etwa 20 Prozent und ist damit so niedrig wie seit Jahren nicht mehr.


Für die Schülerinnen und Schüler wird es neue Stundentafeln geben. Unter anderem wird an Oberschulen in der 7. und 8. Jahrgangsstufe je eine Stunde Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung zur Pflicht. Auch im Gymnasium wird die politische Bildung gestärkt. Ab Klassenstufe 7 wird das Fach Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung/Wirtschaft unterrichtet.

Aufgrund der neuen Stundentafeln aber auch um die Medienbildung, politische Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung zu stärken, wurden die Lehrpläne der allgemeinbildenden Schulen überarbeitet. Die angepassten Lehrpläne sind Grundlage des Unterrichtens im neuen Schuljahr.

Mit dem Schuljahr 2019/2020 werden zur Unterstützung der Schulen und Lehrkräfte weitere Schulassistenten an den Schulen tätig sein. 36 Schulverwaltungsassistenten und 20 Sprach- und Integrationsmittler stehen bereits zur Verfügung. Hinzu kommen noch 114 Schulassistenten. Hier läuft allerdings noch das Einstellungsverfahren. 85 Personen sind bereits vertraglich gebunden und werden im Laufe des Schuljahres an die Schulen gehen.

Nach vorläufigen Zahlen lernen im Schuljahr 2019/2020 etwa 481.300 Schülerinnen und Schüler an 1.776 öffentlichen und freien Schulen. Damit sind die Schülerzahlen und die Zahl der Schulen erneut gestiegen. Vor allem die Ballungszentren Dresden und Leipzig haben Zuwachs erfahren. Im vergangenen Schuljahr besuchten 475.892 Schüler 1761 Schulen.
Nähere Informationen im Blog: www.bildung.sachsen.de/blog.

Digitalpakt: Bundesweit erste Schulen bekommen Fördermittel

Als erster Schulträger bundesweit hat der Landkreis Zwickau heute einen Fördermittelbescheid von rund 3,6 Millionen Euro für die digitale Ausstattung von 16 berufsbildenden und allgemeinbildenden Schulen von Kultusstaatssekretär Herbert Wolff erhalten. Die Mittel stammen aus dem Digitalpakt. „Der digitale Ausbau von Sachsens Schulen wird im neuen Schuljahr enorm an Fahrt aufnehmen. Weitere Förderanträge liegen bereits vor, positive Förderentscheidungen werden zügig getroffen“, so Kultusstaatssekretär Herbert Wolff.

Insgesamt stehen den Schulen in Sachsen 250 Millionen Euro bis 2024 für die digitale Ausstattung zur Verfügung. Davon kommen 225 Millionen Euro vom Bund und 25 Millionen Euro je zur Hälfte von Land und Schulträgern.

Als erstes Flächenland hatte Sachsen im Mai eine Förderrichtlinie zur Umsetzung des DigitalPakts Schule vorgelegt. Für jeden Schulträger im Freistaat Sachsen steht ein Schulträgerbudget zur Verfügung, so auch für den Landkreis Zwickau. Der Schulträger entscheidet dabei frei, an welchen seiner Schulen die Fördermittel eingesetzt werden. „Die Schulträger wissen am besten welches Ziel die Schulen vor Ort verfolgen und welche technische Ausstattung zur Erreichung des Ziels erforderlich ist“, erklärte Staatssekretär Wolff.

Wie die Fördermittel verwendet werden, wird zuvor im Medienbildungskonzept und Medienentwicklungsplan festgelegt. So wird dem „Primat des Pädagogischen“ Rechnung getragen. Kern der Förderrichtlinie Digitale Schulen ist die Erstellung und Verbesserung der digitalen Infrastruktur in Schulen. Hierzu gehören insbesondere die strukturierte Datenvernetzung der Schule einschließlich WLAN, Präsentations- und Interaktionstechnik wie digitale Displays, interaktive Tafeln und weitere Endgeräte wie etwa Tablets und Notebooks.
Alle sächsischen Schulträger haben für die digitale Antragstellung bei der Sächsischen AufbauBank noch Zeit bis zum 30. Juni 2020, danach werden ungenutzte Schulträgerbudgets neu verteilt.

In schulische Ganztagsangebote kommt Musik

Kultusministerium und Musikrat unterzeichnen Rahmenvereinbarung zu Ganztagsangeboten

Die kulturelle Bildung an Schulen zu stärken, ist das Ziel einer Vereinbarung zwischen dem Sächsischen Musikrat und dem Kultusministerium. Kultusminister Christian Piwarz und der Präsident des Sächsischen Musikrates e. V., Prof. Milko Kersten, unterzeichneten heute eine Rahmenvereinbarung, auf deren Grundlage Ganztagsagebote im Bereich der Musik in qualitativer und quantitativer Hinsicht ausgebaut werden sollen. „Bildung und Kultur spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung unserer Gesellschaft. Umso erfreulicher ist es, dass wir in dem Sächsischen Musikrat einen kompetenten Partner für unsere Schulen gewinnen konnten. Schulen und Mitglieder des Musikrates können so ihre Zusammenarbeit langfristig planen und für Kinder und Jugendliche ein qualifiziertes musikpädagogisches Bildungsangebot bereitstellen.“

Der Sächsische Musikrat (SMR) hat sich zur Aufgabe gemacht die Musiktradition in Sachsen zu pflegen, sowie das zeitgenössische Musikschaffen zu unterstützen. Als größtem kulturellem Dachverband in Sachsen gehören dem SMR derzeitig 49 Landesverbände und Institutionen an.
Für den SMR ist klar „ Der Ort mit der größten Reichweite in der musikalischen Bildung ist der Musikunterricht an den allgemein bildenden Schulen. Nur hier können und müssen alle Schülerinnen und Schüler erreicht werden, unabhängig von den sozialen Kontexten oder dem Bildungsstand und den finanziellen Ressourcen der Eltern“, so Prof. Milko Kersten.

Die gemeinsam von SMR und Kultusministerium erarbeitete Rahmenvereinbarung bildet die Grundlage für den Ausbau von konkreten Kooperationsprojekten und musikpädagogischen Ganztagsangeboten mit den im SMR organisierten Mitgliedern. So soll durch qualifizierte Musikpädagogen, ausgebildete Künstler sowie Musiker die kulturelle Bildung im Rahmen von Ganztagsangeboten gestärkt werden. Die Kooperationsprojekte finden auf Basis der pädagogischen Ganztagskonzeption der jeweiligen Schule statt und stehen in Verantwortung der Schulleitung. Zur Qualitätskontrolle der Angebote sollen gemeinsam Methoden der Evaluation erprobt werden.

Im Schuljahr 2019/2020 unterbreiten fast 90 Prozent der allgemeinbildenden Schulen in Sachsen Ganztagsangebote. Sie sind als unterrichtsergänzende Angebote wichtige Bestandteile der Bildungs- und Fördermaßnahmen vor Ort. An neun von zehn Schulen mit Ganztagsangeboten gehört der musisch-künstlerische Bereich zur Angebotspalette.
Ein professioneller schulischer Musikunterricht mit vielfältigen Handlungsformen wie Singen, Instrumentalspiel, Bewegen, Tanzen, Hören, Improvisieren, Diskutieren und Reflektieren ist essentieller Teil der Allgemeinbildung und damit unverzichtbar. Er kann Kinder und Jugendliche auf einen vielfältigen und lebenslangen Umgang mit Musik vorbereiten und wichtige Grundlagen für die Partizipation an musikalischen Praxen legen. Der Auf- und Ausbau von Ganztagsangeboten basiert auf diesen Tatsachen, kann als zusätzliches Angebot begriffen werden und soll Leistungsorientierung und Chancengerechtigkeit befördern. Ganztagsangebote können den bestehenden Anteil des Musikunterrichts in der Schule mit ihrer Rhythmisierung, für die der Wechsel von Kernfächern und Zusatzangeboten, von Grundlagenunterricht und Spezialisierungen typisch ist, verstärken. Sie sind aber nur sinnvoll, wenn eine Rückkopplung zum regulären Unterricht geschieht, wenn dessen Inhalte aufgegriffen und vertieft werden, umgekehrt Impulse aus den GTA auch Eingang in den Schulunterricht finden. Gemeinsame Weiterbildungen, überhaupt die Schaffung von Plattformen der Begegnung der pädagogisch Handelnden, müssen gefunden werden.
In diesem Sinne sieht der Sächsische Musikrat mit großer Dankbarkeit, dass mit der vorliegenden Rahmenvereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich Ganztagsangebote an allgemeinbildenden Schulen im Freistaat Sachsen nach langem Ringen ein wichtiger Schritt getan wurde.

Beide Partner tragen von nun an Verantwortung, das Qualitätsmanagement der Angebote anzugehen und die im GTA-Bereich Tätigen ausreichend zu qualifizieren und leistungsgerecht zu entlohnen. Letzteres auch, um die in der Rahmenvereinbarung geforderte Qualität und Kontinuität der Angebote zu erreichen.

Digitalpakt: Bundesweit erste Schulen bekommen Fördermittel

3,6 Mio. Euro Fördermittel für digitale Ausstattung von Schulen im Landkreis Zwickau

Als erstes Flächenland hatte Sachsen im Mai eine Förderrichtlinie zur Umsetzung des DigitalPakts Schule vorgelegt. Insgesamt stehen den Schulen in Sachsen 250 Millionen Euro bis 2024 für die digitale Ausstattung zur Verfügung. Davon kommen 225 Millionen Euro vom Bund und 25 Millionen Euro je zur Hälfte von Land und Schulträgern.

Bereits fünf Förderanträge von Schulträgern liegen vor. Jetzt wurde der erste Antrag bewilligt. Als erster Schulträger bundesweit bekommt der Landkreis Zwickau rund 3,6 Millionen Euro für die digitale Ausstattung von 16 berufsbildenden und allgemeinbildenden Schulen im Landkreis.

Schulen und Sportvereine können zusammenarbeiten

Mehr Zusammenarbeit zwischen Schulen und Sportvereinen – das ist das Ziel einer Rahmenvereinbarung zwischen dem Kultusministerium und dem Landessportbund Sachsen. Kultusminister Christian Piwarz und der Präsident des Landessportbundes Sachsen e.V., Ulrich Franzen, sowie die Vizepräsidentin des Landessportbundbundes, Angela Geyer, unterzeichneten heute in Dresden die Vereinbarung. „Ich freue mich, dass wir mit dem Landessportbund einen engagierten und kompetenten Partner für unsere Schulen gewinnen konnten. Unser gemeinsames Anliegen ist es, Schülerinnen und Schüler zu Sport und Bewegung zu animieren. Sport- und Bewegungsangebote im Ganztag sind eine wichtige Ergänzung des Sportunterrichts. Gerade vor dem Hintergrund, dass wir die Mittel für Ganztagsangebote im kommenden Schuljahr auf 46 Millionen Euro erhöht haben, ist es wichtig, dass den Schulen auch für den sportlichen Bereich externe Partner zur Verfügung stehen.“

„Wir sehen die Kürzung der dritten Sportstunde an sächsischen Schulen zwar kritisch. Aber eine enge Kooperation zwischen Sportvereinen und Schulen kann für Schulen und Sportvereine von Nutzen sein und die Qualität sportlicher Ganztagsangebote steigern. Deshalb haben wir gemeinsam mit dem Kultusministerium die Rahmenvereinbarung erarbeitet, in der verbindliche Regeln der Zusammenarbeit zwischen Schule und Sportverein festgehalten werden“, erklärt LSB-Präsident Ulrich Franzen.

Die gemeinsam von Landessportbund und Kultusministerium erarbeitete Rahmenvereinbarung bildet die Grundlage für den Abschluss von Kooperationsvereinbarungen zwischen Schulen und Vereinen des Landessportbundes. Damit können deren Mitglieder, wie etwa Trainer und Übungsleiter, Ganztagsangebote im Bereich Sport und Bewegung entwickeln und an Schulen durchführen. Gemeinsam soll Schulen und Sportvereinen aufgezeigt werden, welche Möglichkeiten und Chancen in einer Kooperation liegen. Die Kooperationsprojekte finden auf Basis des pädagogischen Ganztagskonzeptes der jeweiligen Schule statt und stehen in Verantwortung der Schulleitung.

Über eine engere Kooperation von Schulen mit Sportvereinen, so schätzen beide Partner ein, können Kinder und Jugendliche motiviert werden, sich auch außerhalb der Schule sportlich zu betätigen – beispielsweise in einem Sportverein.

Im Schuljahr 2019/2020 unterbreiten fast 90 Prozent der allgemeinbildenden Schulen in Sachsen Ganztagsangebote. Sie sind als unterrichtsergänzende Angebote wichtige Bestandteile der Bildungs- und Fördermaßnahmen vor Ort. An 93 Prozent der Schulen mit Ganztagsangeboten gehört der sportliche Bereich zur Angebotspalette.

Kultusminister Piwarz unterzeichnet Rahmenvereinbarung für Ganztagsangebote mit dem Sächsischen Musikrat e. V.

Kultusminister Christian Piwarz wird am Dienstag (13. August) eine Rahmenvereinbarung für den Bereich Ganztagsangebote an allgemeinbildenden Schulen im Freistaat Sachsen unterzeichnen.

Schulen und Mitglieder des Sächsischen Musikrates e.V. können so ihre Zusammenarbeit langfristig planen und für Kinder und Jugendliche ein qualifiziertes musikpädagogisches Bildungsangebot bereitstellen. In der novellierten Sächsischen Ganztagsangebotsverordnung wird ausdrücklich auf die Gestaltung von Angeboten vor allem in den Bereichen Sport, Musik und Kunst hingewiesen. Durch qualifizierte Musikpädagogen, ausgebildete Künstler und Musiker soll die kulturelle Bildung im Rahmen von Ganztagsangeboten gestärkt werden.

Schulen starten mit mehr Ganztagsangeboten ins neue Schuljahr

So viel Schulen wie nie zuvor werden den Schülerinnen und Schülern im kommenden Schuljahr Ganztagsangebote unterbreiten. So haben noch vor Start des neuen Schuljahres 1354 Schulen Zuweisungsbescheide erhalten. Im Jahr zuvor waren es 1315 Schulen. Das sind fast 90 Prozent aller Schulen in Sachsen. Für Ganztagsangebote im neuen Schuljahr hat das Kultusministerium den Schulen insgesamt 46 Millionen (Mio.) Euro zur Verfügung gestellt, davon 21,5 Mio. Euro in diesem Jahr und 24,5 für 2020. Die Gesamtsumme stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19 Mio. Euro.

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz bewertet die nochmals gewachsene Zahl der Schulen mit Ganztagsangeboten positiv. „Wie erhofft, steigern die Schulen mit den deutlich höheren Finanzmitteln die Qualität der Ganztagsangebote und weniger die Quantität“, so der Minister. Genau für diesen Zweck hatte das Ministerium gemeinsam mit der TU Dresden und Schulpraktikern einen Qualitätsrahmen entwickelt und den Schulen zur Verfügung gestellt. Auch wurden zur Qualitätssteigerung die Pauschalen und Sockelbeiträge pro Schule erhöht.

Weitere Informationen sind abrufbar unter: http://www.schule.sachsen.de/1744.htm  

Medienbildung von Jung bis Alt

Online-Portal und Koordinierungsstelle für außerschulische Medienbildung

„Zur besseren Medienbildung von Jung bis Alt hat Sachsen eine neue Koordinierungsstelle und ein Online-Portal für außerschulische Medienbildung eingerichtet“, teilte heute Kultusminister Christian Piwarz mit. Hier erhalten Bürger Unterstützung bei den Herausforderungen der digitalen Welt. Direkte Ansprechpartner und jede Menge Bildungsangebote sind ab sofort auf dem Online-Portal zu finden. Auch der fachliche Austausch und die Vernetzung der bereits bestehenden Angebote zählen neben der Beratung zu den Aufgaben der Koordinierungsstelle. „Die Digitalisierung des Alltags ist ein Teamsport. Wir müssen unsere Bürger mitnehmen und sie fit machen, damit keiner auf der Strecke bleibt, wenn es um bargeldloses Bezahlen, smarte Haushaltsgeräte, E-Paper Zeitungen oder die zunehmende papierlose Kommunikation geht. Die Kenntnisse zu neuen Medien sind unverzichtbar für eine gesellschaftliche Teilhabe“, machte Kultusminister Christian Piwarz deutlich.

Beide Maßnahmen sind Bestandteil der vom sächsischen Kabinett (am 3. Juli 2019) verabschiedeten Landesstrategie zur Förderung „Medienbildung in Sachsen“ (MESA). Die Strategie weist auf die Bedeutung des Lernens außerhalb der Schule hin, stärkt darüber hinaus die schulische Bildung, sensibilisiert die Menschen für neuartige Lehr- und Lernszenarien und befähigt zum souveränen Umgang mit neuen Medien.

Gemeinsam mit externen Akteuren hat das Sächsische Staatsministerium für Kultus die Landesstrategie erarbeitet. Dazu wurden Vertreter der verschiedenen Zielgruppen wie Lehrer, Erzieher, Erwachsenenbildner, Eltern und Schüler sowie die Kommunen, Wissenschaft und Wirtschaft beteiligt. Steffen P. Walther, Mitglied des Vorstandes des Kreiselternrates Zwickau, war maßgeblich in seiner Funktion als stellv. Vorsitzender des Landesbildungsrates Sachsen an der Erarbeitung der Landesstrategie beteiligt. Um zielgerichtet, kreativ und sicher mit Medien umzugehen, werden in der MESA strategische Ziele formuliert, die dafür zu erreichen sind. Sie zeigt auf, was in den Bildungsbereichen noch unternommen werden muss, wie zum Beispiel die Förderung der pädagogischen Fachkräfte, die Erweiterung von Angeboten im ländlichen Raum sowie die Bedeutung der Familienbildung im Rahmen der Digitalisierung. So sollen in den nächsten Jahren sowohl die Kleinsten als auch die Ältesten fit für den Umgang mit Medien gemacht werden.


Kontaktdaten Koordinierungsstelle:
Frau Janet Torres Lupp (Projektleiterin)
Hauptstraße 36
01097 Dresden

Emailadresse: info@ksm-sachsen.de

Online-Portal: www.medienbildung.sachsen.de

 

 

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